Firmung

Den Ursprung hat die Firmung im Pfingstereignis, als die Apostel den Heiligen Geist empfingen. Viele ließen sich anstecken und wurden zu Zeugen des Glaubens. In der Apostelgeschichte wird weiter erzählt, dass getaufte Samariter durch die Handauflegung eines Apostels den Heiligen Geist empfingen (Apg 8,14-17). Die Handauflegung und somit das Weitergeben des Heiligen Geistes gehörte von da an wie die Taufe zum Christsein dazu.

So wie die Kraft des Heiligen Geistes einst den Jüngern Mut machte, so verleiht sie auch den Gefirmten Standvermögen und ermutigt, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Die Firmung vollendet die Taufe. Der Firmling bekennt jetzt selbst seinen Glauben vor der Gemeinde und dem Bischof.

Einmal jährlich, in der Regel im Spätherbst, spendet der zuständige Weihbischof in einer unserer Pfarrkirchen allen Firmbewerbern unserer Pfarreiengemeinschaft das Sakrament der Firmung. Dem geht voraus …

… die Firmvorbereitung

Alle Jugendlichen und Junge Erwachsene, die zum Zeitpunkt der Firmung mindestens 16 Jahre alt sind, werden etwa 9 Monate vorher angeschrieben und eingeladen, sich gemeinsam auf den Empfang des Firmsakramentes vorzubereiten. Mit dem Anschreiben werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu einem Informationsabend eingeladen, zu dem auch interessierte Eltern willkommen sind. Entscheiden sich die Jugendlichen für eine Teilnahme an der Firmvorbereitung, so verpflichten sich damit zu einer regelmäßigen Teilnahme an den Vorbereitungstreffen. In dieser Vorbereitungszeit setzen sich die Firmbewerber mit ihrem Glauben auseinander: ob und wie der Weg des Glaubens weitergehen soll.

Alle Firmlinge treffen sich an ca. sechs Sonntagen zur gemeinsamen Vorbereitung. Welche weiteren Termine verpflichtend zur Vorbereitung gehören, entnehmen Sie bitte der jeweiligen Terminübersicht.

Am Ende der Vorbereitungszeit entscheidet der Firmbewerber, ob er sich zum Empfang des Sakramentes anmelden möchte.


Ablauf der Firmung

Die Firmung findet während eines feierlichen Gottesdienstes nach der Predigt statt. Der Bischof legt jedem Firmling einzeln die Hände auf den Kopf, zeichnet ihm mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn und spricht dazu die Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Firmling antwortet mit „Amen“.


Die Paten

Während die Taufpaten von den Eltern ausgesucht wurden, wählt sich der Firmling seinen Firmpaten selbst aus. Während der Sakramentenspendung legt der Pate seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings, um zu bekräftigen, dass er ihm mit seinem Glauben zur Seite steht. Paten müssen das 16. Lebensjahr vollendet haben und gefirmt sein. Ein entsprechender Patenschein ist vor der Firmung beizubringen und beim heimischen Pfarramt erhältlich.